2026
Entre Chien Et Loup
Galerie Françoise Heitsch , München
23.01.2026 — 14.03.2026
Eröffnung: Donnerstag, 22. Januar, 18 Uhr
2025
Interieur
Malerei, Zeichnung, Objekte
Offene Ateliers Starnberg Pöcking Feldafing
Mai/Juni 2025
Interieur
‚Interieur‘ bezieht sich auf die zufällige oder absichtliche Gestaltung von Wohnräumen. Auf Dinge, die uns in unsrer Kindheit umgaben und unsere Wahrnehmung und ästhetischen Vorlieben prägten. Lampen, Tapeten, Stoffe und Dinge des täglichen Lebens.
Anhand von Lampen mit denen ich zusammengelebt habe hangle ich mich zurück in Erinnerungsräume.
Zu neugierigen Esstischlampen, die Gespräche aufsaugen, zu Lampenschirmen in früher Kindheit, die sich ohne Licht im Dunkeln in merkwürdige Fremdkörper verwandeln, zu interessierten Schreibtischlampen, die einen beim Zeichnen und Schreiben beobachten.
Aus meiner Erinnerung zeichnend und malend versetze ich mich zurück in verschiedene Phasen meines Daseins;
Situationen, Begegnungen tauchen auf, längst verlassene Räume und in ihrer Zeit verhaftete Moden; Schattenmuster von Licht auf Wände und Böden gezeichnet…
Susanne Mansen
Pöcking, Mai 2025
2024
Flickwerk
Malerei, Zeichnung, Objekte
Offene Ateliers Starnberg Pöcking Feldafing
Mai/Juni 2024
Flickwerk
„Meine großformatigen Arbeiten auf grundierter Leinwand sind im wörtlichen Sinne Flickwerk. Die bemalte Leinwand wird von mir zum Teil zerschnitten und dann wieder neu zusammengefügt. Amorphe Umrisse entstehen, einzelne Elemente und Figuren ragen aus den Bildern heraus. Titel wie Tiere klagen an und Hundes Alptraum zeigen an, dass sich auch die Inhalte nicht mehr in einen rechteckigen Keilrahmen pressen lassen wollen.
Die kleinformatigen Arbeiten auf gerissenen Leinwandstücken leben von Bild gewordenen Erzählungen. Mit der Rohrfeder und Tusche gezeichnet, ergänzt durch Nähte von rotem Faden, tragen sie Titel wie Knochenjob, Verflixt und please be gentle.“
Susanne Mansen
Pöcking, Mai 2024
2024
re:discover
Malerei, Zeichnung, Objekte
Art Karlsruhe 2024
22. – 25. Februar 2024
Und plötzlich öffnen sich Räume
Neue Führung, verändertes Konzept: Die Kunstmesse Art Karlsruhe zeigt sich aufgeräumt wie lange nicht mehr. An Stelle der Überfülle ist eine erfrischende Übersichtlichkeit getreten.
…Neu ist das Format „re:discover“, das den Fokus auf Lebenswerke richtet, die auf dem Kunstmarkt trotz beachtlicher Qualität bisher kaum eine Rolle spielten. Die 20 Beispiele, die eine Jury auswählte, setzen echte Highlights……
…Auch die Erstausstellerin Françoise Heitsch (München) präsentiert eine Wiederentdeckung: Susanne Mansen, die in ganz kleinen und sehr großen Formaten mit überbordenden, zeichnungsaffinen Bildphantasien überrascht, ausgeführt in Tusche, Kohle und Acryl, manchmal unterstützt von Nadel und Faden…
Zitiert aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2024
‚Kunstmesse Art Karlsruhe – Und plötzlich öffnen sich Räume‘
BRITA SACHS
2023
Treue Begleiter
Malerei, Zeichnung, Objekte
Galerie Françoise Heitsch , München
17.03.2023 – 29.05.2023
Treue Begleiter
Sie braucht nicht unbedingt Farbe, um uns mit ihren Bildern in eine magische – vielleicht in der Phantasie unserer Kindheit vorhandene – Welt zu entführen.
Zeichnungen, Bilder, Objekte aus Stoff und Keramik, an allem haftet das Fantastische.
Sie ist the Wizard of Oz, Hüterin eines Geheimnisses, so dass sie eine besondere Allianz mit den Tieren verspürt, schon lange bevor die interspecies relationship populär wurde.
Die Machtstrukturen in den Bildern von Susanne Mansen waren schon immer verdreht. Es waren die Geckos, die den ungeschickten Menschen bei der Hand führten. Sie waren die heiteren Protagonisten und unsere strahlenden companions. Die Menschen dagegen schienen darauf zu warten von der Tierwelt, die menschliche Züge trägt, an die Quelle des Glücks gebracht zu werden.
Wesenhaft sind auch ihre hinter Glas gemalten Kakteen. Die Pflanzen sind dunkelgrün, stachelig und dicht gedrängt, als wären sie während der Nacht entstanden, doch leuchten sie in einem gelb und rosa Licht, um das Aufgehen der Sonne zu feiern. Ein neuer Tag ist angebrochen, die Nacht ist vergessen.
‚Alle Raupenfahrzeuge in Schmetterlinge verwandeln‘ heißt eine neue Arbeit. Eine Anspielung auf den Krieg und die Hoffnung auf Frieden….
Nach all den verzauberten Gärten und merkwürdigen Idyllen hat der Ernst des Lebens das letzte Wort. Ihre in Keramik gestalteten menschlichen Organe gemahnen uns an die Fragilität unseres Daseins. Am schönsten, am grössten das Gehirn – jede Windung möchte man berühren.
Françoise Heitsch, Januar 2023
2023
Freundliche Übernahme
Offene Ateliers zu Gast im Museum Starnberger See
13. Oktober bis 19. November 2023
Freundliche Übernahme
Die Künstlergruppe Offene Ateliers ist seit 25 Jahren im Starnberger Raum präsent. Dieses Jubiläum nehmen die Künstlerinnen und Künstler zum Anlass für eine Spurensuche im historischen Lochmannhaus. Mit Interventionen und subtilen Unterwanderungen der ständigen Ausstellung führen sie einen ebenso ernsthaften wie humorvollen Dialog mit dem geschichtsträchtigen Haus und ehemaligen Heimatmuseum über menschliche Lebensformen und Lebensräume.
Süddeutsche Zeitung vom 13. Oktober 2023
Unter dem Motto „Freundliche Übernahme“ präsentiert die Künstlergruppe „Offene Ateliers“ zum 25-jährigen Bestehen im Heimatmuseum ausgewählte Arbeiten.
…Die Grenze zwischen den künstlerischen Interventionen von Susanne Mansen und den Ausstellungsstücken des Museums aber ist beinahe fließend: Sie legte in der einstigen Schlafstube einen freundlichen „Wechselbalg“ mit großen treuen Hundeaugen und Segelohren in eine Wiege und arrangierte dazu ein paar kunstvolle Porzellanknöchelchen im steinernen Futtertrog. Für das Polster, das die Besucherköpfe an einem niedrigen Türsturz schützen soll, stickte sie ein Tüchlein mit der Aufschrift „Demut“, und vor einem beinahe lebensgroßen „Erbärmdebild“ – eine Jesus-Darstellung mit Leidensmerkmalen – platzierte sie einen kleinen Schemel mit der gestickten Aufschrift „Erbarmen“…
Von Katja Sebald, Starnberg
2023
Orangerie
Malerei, Zeichnung, Objekte
Orangerie München
im englischen Garten
12. – 15. Oktober 2023
Orangerie
Ausstellung mit S. Langnau und Y. Schneider
2022
verwoben – verflochten – verknüpft
Galerie im Gewölbe, Reutlingen
24. März – 23. April 2022
Ausstellung mit Anna Mansen
verwoben – verflochten – verknüpft
… Susanne Mansen versammelt in der Präsentation kleinformatige und mittelformatige Malereien sowie Keramikobjekte. Die kleinen Plastiken und Leinwände scheinen wie für die Ausstellung hier in der Galerie im Gewölbe gemacht. Sie zeigen farbenfrohe Sujets, teils figürlich, teils abstrakt – oftmals schwungvoll gemalt, manchmal ergänzt durch Zeichnung, teils mit Textfragmenten – zuweilen dem Titel im Bild – wie zum Beispiel „Black Friday“ oder die „Sehnsucht nach Bäumen, die Schatten spenden“. Für Susanne Mansen sind Zeichen, Formen und Farben durchaus gleichberechtigt. Der Mathematiker und Philosoph Charles Sanders Peirce sagte „Ein Zeichen ist ein Ding, das Wissen von einem anderen Ding vermittelt, vertritt oder darstellt. Weiter heißt es: es gibt nur das Zeichen, wenn es auch interpretiert wird. Meiner Meinung nach lassen sich in den Werken von Susanne Mansen genau diese Zeichen und Zeichenhaftes finden, die sich durch die (individuelle & subjektive) Interpretation vervollständigen.
Im Vorgespräch mit ihr, zeigte sich für mich, dass sich genau aus diesem Kreislauf von Idee-Zeichen-Idee heraus, Ihre Arbeiten entwickeln. Sie sagte, dass sich „aus diesem Inneren eine äußere Form ergibt, aus einem vielleicht noch diffusen Gedanken, sozusagen aus der Zwiesprache mit der Welt“, sich die Wahl und Anordnung der Ausdrucksform für sie ergeben. Und so kann sich etwas Dämonisches in Schwarz auf die Leinwand anordnen, dem das Licht in Gelb gegenübergestellt wird. Oder sich die Idee der Idyllischen Landschaft als humorvoll formulierte Frage in einer Miniatur-Plastik eines so genannten Nicht-Ortes wie z. B. einem öffentlichen Pissoir in Frankreich in der farbenfrohen Keramik manifestieren. (Vgl. Marc Augé „Orte und Nicht-Orte“, aber auch Georges Perec, Träume von Räumen…)
Ein komplexes Räumliches wie etwa in der Vase, als per se schon dreidimensionales Objekt, äußert sich in den als negativ eingearbeiteten Beulen, bzw. eine konkave also nach innen gewölbte Fläche. Doch auch in den zweidimensionalen Leinwänden lässt sich diese Räumlichkeit aufzeigen. Subtiler in der Anordnung der Pinselstriche und Farbflächen, wie auch in den Motiven, die übereinander lagern oder plakativer wie etwa in der bereits erwähnten Arbeit „Black Friday“: hier hebt der schwarze Schmetterling die tatsächliche Begrenzung der Leinwand auf und schwebt aus dem Bild…..
Imke Kannegießer, Kunstverein Reutlingen 2022
Auszug aus der Rede zur Ausstellungseröffnung
2019
Wendehals und Wechselbalg
Malerei, Zeichnung, Objekte
Kunsthalle Pertolzhofen, Pertolzhofen
12. Oktober bis 1. Dezember 2019
Feder, Faden, Farbe, Worte und Welten
„Malen ist wie Stricken”*
Dies trifft auf die Kunst von Susanne Mansen zu. Mit Hilfe von Nadel und Faden, Tusche und Feder, Worten und Farbe nimmt sie den Betrachter in ihre Welt mit, lässt ihn daran teilhaben, verwirrt den Betrachter durch verschiedenes an Material, was fremde Assoziationen hervorruft, durch die Andersartigkeit der Wahrnehmung von Faden, Tusche und Farbe … die aus verschiedenen Welten stammen.
Mit Titeln wie Wendehals, Respekt, Das Leben ist ein Ponyhof, Zitat, Mäuserennbahn, treibt Susanne Mansen ihr Spiel mit dem Betrachter, verwirrt ihn, optisch wie verbal. Doch eigentlich sind dies nur Taktiken, um den Betrachter zu erstaunen und ihn mitzunehmen in ihre, ihr eigene Welt.
Gehen sie mit auf die Reise von Wendehals und Wechselbalg, es erwartet Sie eines der letzten Abenteuer auf dieser Welt, „Das Sehen“.
Heiko Herrmann
Pertolzhofen, Juli 2019
*In einem Text über meine Malerei sprach ich mal davon.
2018
Familienbande
Kunstverein Ellwangen e.V., Schloss ob Ellwangen, Residenz
10. Juni – 12. August 2018
Familienbande
Die Ausstellung zeigte Ölgemälde von Erich Mansen, Zeichnungen und Aquarelle von Anna Mansen, Holzschnitte von Matthias Mansen und Arbeiten von Susanne Mansen. Ebenso zu sehen sind Landschaftsbilder des 19. Jahrhunderts von Emma Schlette, einer Großtante von Anna Mansen aus Ellwangen.
…..Dass die Letzten keinesfalls die Hunde beißen, beweist die Jüngste in unserem Bunde (bzw. Bande, da Familienbande) Susanne Mansen. In ihrem Tutzinger Atelier frisch abgerichtet hat die 1959 Geborene und an der Münchner Kunstakademie Studierte kurzerhand ihre Kunsthunde und andere Monster hierher nach Ellwangen mitgebracht. Spätestens jetzt traute sich keiner mehr nach Anbruch der Dämmerung in die residenten Säle, als da allerlei Getier und ungeheuer gefährliche Gestalten sichtlich ihr Unwesen zu treiben begonnen haben. Teils den sie gefangen haltenden Keilrahmen und anderen Käfigen entwischt bevölkern sie zwischenzeitlich Leinwand und Papiere, machen sich gar auf Möbelstücken und Keramik breit, zeichnerisch wie malerisch verwimmelt, gekritzelt und geschrieben, ironisch bissig und genauso märchenhaft fabulierend. Im Schweinchenhimmel jedenfalls feiern die Skelette fröhliche Urständ, Hui Buh mimt nicht nur in Ellwangen versiert das Schlossgespenst, während Herr Giftpilz – belesener Froschköter, der er nun mal ist – die Welt endlich auch außerhalb rot vergitterter schwedischer Gardinen genießt.
Clemens Ottnad aus der Rede zur Ausstellungseröffnung in Ellwangen, 2018
Susanne Mansen – Zeichnungen
„Es sind Zeichnungen für Erwachsene doch sprechen sie das Kind in uns an. Wir, die wir gewohnt sind uns den ganzen lieben Tag mit ernsthaften Angelegenheiten auseinander zu setzen, auch in der Kunst gewohnt uns anzustrengen, staunen über diese Erholung.
Schrift, Satzfetzen, Bilderrätsel, Tierfiguren und pflanzlich Organisches überlagern einander und fügen sich zu einer Bilderzählung. Frei sollen wir uns fühlen in diesen Erzählungen zu wandern, so wie auch sie oft ohne die Beschränkung des Keilrahmens ihre Arbeit fortsetzt und zeichnet auf gerissene Nessel- oder Leinwandstücke, denen sie wahlweise durch Nähen noch Stücke hinzufügt, oder auch nicht.
Es sind Sonntagsspaziergänge auf die sie uns schickt. Walderkundungen früherer Zeiten, Glücksmomente, die ihre eigenen Bilder finden und erfinden. Eine seltene Sorglosigkeit breitet sich aus, die Mensch und Fabeltier zueinander gesellt. Auf den Bildern wo alles dicht nebeneinander stattfindet ist die Zeit stehengeblieben. Es fließt wie auf einem Schulhof in alle Himmelsrichtungen, Tier, Mensch, Geschlecht kunterbunt, Provenienz und Gattung unwichtig, Hauptsache lebendig. Wenn sie dann allerdings mit dem roten Faden Ruhe schreibt, bleibt man stehen und hält die Luft an. Sind die roten Fadenstiche womöglich Blutstropfen, oder nur ein kurzes Innehalten und bald wird das heitere Leben wieder weitergehen? Höchstwahrscheinlich ein Zeichen, ein Imperativ der Stunde, ein Nachsinnen, ein Wink in Richtung Mittelalter, denn auf eine wesentliche Veränderung will sie uns aufmerksam machen, dass das Schlaraffenland heute ohne schlechtes Gewissen zu verstehen ist. Die Ausstellung c’est la vie soll eine Hymne an das Leben sein und als Dankeschön, dass wir lebendig sind verstanden werden.“
Françoise Heitsch, 2017
Text zur Ausstellung „c’est la vie – Zeichnungen“ in der Galerie Francoise Heitsch
2016
Bildergeschichten
Haus Buchenried, Berg
15. April – 22. Juli 2016
Er ist schon ein echter Schweinehund, der Kerl auf der Leinwand, der so unverschämt heruntergrinst.
Respektlos guckt er in die Welt. So, als hätte er vor nichts und niemandem Angst. Dabei ist er sicher ein ganz Sensibler, und wenn er mal weinen muss, dann tut er dies höchstens daheim in seinem Körbchen. All diese Gedanken können einem kommen, wenn man die Bilder von Susanne Mansen sieht. …
Die Werke, die Mansen in Leoni präsentiert, sind durch die Bank spritzig und humorvoll. Das liegt sicher daran, dass sie selbst so gern lacht, auch wenn ihr vielleicht nicht immer danach zumute ist. Doch sie hat die Gabe, auch ernste Themen in Amüsantes zu verpacken. Weil sich das Leben mit Humor einfacher ertragen lässt. Tiere sind meist die zentralen Figuren ihrer Bilder. Da sind zum Beispiel der Ameisenbär, das Rüssel- und das Gürteltier und die drei Dackel, die sich gemeinsam auf einer Leinwand drängen. Sie alle blicken dem Betrachtern mit einer Selbstverständlichkeit entgegen, als wollten sie frech fragen? „Na ihr, heute schon so was Feines wie uns gesehen?“ 56-Jährige mag ihre Tiere sehr. „Ihr Blick geht mir ans Herz“, sagt sie. Und was ihr ans Herz geht, das malt sie.
Sabine Bader, 2016
Der volle Text unter sueddeutsche.de






































































































































































































































